Mori-Ôgai-Gedenkstätte Berlin / ベルリン森鷗外記念館・ベアーテ・ヴォンデ

Burger reisen zu besonderer Ausstellung nach Berlin


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Quelle: Rolf Gädke

Leserbrief:

Burger reisen zu besonderer Ausstellung nach Berlin

Erstellt: 26.04.2017 / 16:33 von Rolf Gädke

Die Clausewitz-Gesellschaft Hamburg – Regionalbereich Berlin- hat ihre Mitglieder zu einem Besuch der Ausstellung „ Zwischen den Kulturen- Mori Ogai 1882-1922“ in der Mori Ogai Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin in der Luisenstraße gegenüber der Landesvertretung Sachsen-Anhalt eingeladen. Diese Einladung nahmen vom Burger Freundeskreis Carl von Clausewitz Romeo Stellmacher, Rolf Gädke und Kustos Studienrat Klaus Möbius gestern wahr. Doch wer war Mori Ogai und was hatte er mit Clausewitz zu tun?

Mori Ogai war ein japanischer Arzt, Wissenschaftler, Schriftsteller und Übersetzer, der 1887/88 in Berlin am Hygiene-Institut von Robert Koch studierte. Er beherrschte sieben Sprachen, war ein höchst vielseitig begabtes Genie, übersetzte zahlreiche deutsche Klassiker, so z.B. auch Goethes Faust und natürlich auch, was uns besonders interessierte, er übersetzte erstmals die ersten beiden Bücher „Vom Kriege“ ins Japanische.

Der Präsident der Clausewitz-Gesellschaft Generalleutnant a.D. Herr Kurt Herrmann ließ es sich nicht nehmen, die Gäste dieses Abends persönlich zu begrüßen. Danach erläuterte die Kuratorin Frau Beate Wonde sehr sachkundig die Entstehung dieser Gedenkstätte und vermittelte den Anwesenden einige Fakten vom Leben und Wirken des berühmten Japaners. Herr Dr. Oliver Corff führte in seinem Vortrag den Gästen vor Augen, welche Bedeutung die Erkenntnisse und Überlegungen des Militärphilosophen Carl von Clausewitz für die Japaner haben.

Dass Clausewitz bis zum heutigen Tage in Japan bekannt ist und nicht nur von den Offizieren der japanischen Streitkräfte gelesen wird, zeigt das von Takeshi Oki verfasste Kapitel „Clausewitz in the 21st Century Japan“.

Bei der Führung durch die geschickt arrangierten Ausstellungsräume, überraschte uns die Ausstattung der Bibliothek mit den vielen, vielen japanischen Büchern auf engstem Raum.

In einer abschließenden Gesprächsrunde erörterten Frau Wonde und die Mitglieder des Burger Freundeskreises wesentliche Punkte ihrer jeweiligen Tätigkeitsbereiche und klopften die Möglichkeiten zur künftigen gegenseitigen Unterstützung bei der Wahrung des Erbes der beiden bedeutenden Männer Japans und Deutschlands ab. Wir stimmten überein, dass eine vertiefende Kontaktaufnahme zwischen der Mori-Ȏgai-Gedenkstätte und der Clausewitz-Erinnerungsstätte in Burg von wechselseitigem Nutzen sein könne.

Die Bilanz des Tages in kurzen Worten zusammengefasst:

„Ein Besuch dieser Erinnerungsstätte lohnt sich!“ und verließen diese eindrucksvolle Ausstellung mit vielen neuen Argumenten, Hinweisen und Tipps und einer grandiosen Idee bereits für die Burger Museumsnacht 2017.


Artikel vom 29.04. Volksstimme Burg


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