Mori-Ôgai-Gedenkstätte Berlin / ベルリン森鷗外記念館・ベアーテ・ヴォンデ

Mori Ôgai als Wegbereiter der Goethe-Rezeption in Japan

– Sonderausstellung der Mori-Ôgai-Gedenkstätte zum Goethe-Jahr und zum Japan-Jahr in Berlin
Text für „Brücke“ 1999

Pünktlich zu Goethes Geburtstag am 28. August 1999 wurde im Foyer des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität eine Ausstellung eröffnet, die vor allem deutsche Besucher mit dem Lebenswerk und den übersetzerischen Leistungen Ôgais vertraut machen will. Was läge im Goethe-Jahr wohl näher als Mori Ôgais Wirken durch seine modellhaften Goethe-Übersetzungen (Mignon, Heidenröslein, Faust I und II, “Götz von Berlichingen u.v.a.m.)zu veranschaulichen? Die sieben großen Ausstellungstafeln geben darüber Auskunft und geben dem mit Ôgai oder Japan nicht vertrauten Besucher einen Überblick über Ogais Biografie, seine ersten Begegnungen mit dem Werk Goethes und in den Prozess seiner Vermittlung nach Japan bzw. in den Fernen Osten.
Die Ausstellung, zu der auch vier Vitrinen mit Erstausgaben und Handschriftkopien gehörten, wurde bis zum 20. Oktober im Hauptgebäude Unter den Linden gezeigt. Nicht nur einen große Anzahl von Berlin-Touristen aus aller Welt hat diese Ausstellung aufgesucht, auch alle neuimmatrikulierten Studenten mussten quasi durch diese Ausstellung in die Studienabteilung, so dass man davon ausgehen kann: jeder neue Studenten an der Humboldt-Universität ist zumindest einmal am Namen Ôgai vorbeigelaufen.
Bis 20. Februar ist die Ausstellung in der Gedenkstätte zu sehen, anschließend geht sie als Wanderausstellung im April zur DJG Cottbus, im Juni/Juli zur DJG Thüringen und später zur Medizinischen Hochschule Hannover und zur DJG Chemnitz.

Beate Weber


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