Mori-Ôgai-Gedenkstätte Berlin / ベルリン森鷗外記念館・ベアーテ・ヴォンデ

Manhoru summit – 8. Straßendeckel Summit in Kitakyushu 2018

Während hier am Brandenburger Tor die Straßendeckel verschweisst werden für den Erdogan-Besuch und es aus denen vor der MOG wie so manchen Sommer stinkt,

trägt meine Ausstellung von Annett Stroetmanns Fotos zum Design japanischer Straßendeckel „Kunst auf dem Weg“ von 2006 späte Früchte:
Ich bin zum 8. Manhoru-summit am 3. November nach Kitakyushu eingeladen, mit dem 100 Jahre Kanalisation in Kitakyushu begangen werden, um in einem Kurzvortrag und einer Talkrunde darüber zu berichten, was aus Sicht einer Europäerin an der Vielfalt japanischer Straßendeckel, der neuesten Technik, der demokratischen Gestaltung und überhaupt der Kultur des Unterirdischen so faszinierend ist und wie Straßendeckel identitätsstiftend sein können.
Ich hoffe, ich kann das auch mal in Buchform und nicht nur auf dem Podium wiedergeben.

Noch bin ich mitten in der Vorbereitung. Aber schon auf Gullydeckel-Fokus. Und auch das hat Mori Ôgai zu tun. Buchdeckel: Mori Ôgai to gesuidô/ Mori Ôgai und Kanalisation.

Als ich 2017 im Literaturmuseum von Kitakyushu die neue Dauerausstellung in der MOG vorstellte, ahnte ich nicht, dass ich ein Jahr später schon wieder dort sein würde. Kitakyushu ist wirklich so etwas wie eine zweite Heimat für mich.

Am 2.11. war ich vom Abteilungsleiter der Kanalisationsbehörde, Herrn Arita (2.v.l.), zum Lunch im Crown Plaza Hotel eingeladen in der Nähe des riesigen Veranstaltungsortes River Walk. Außerdem waren anwesend Herr Hirayama, Frau Uchinaka, Herr Tsutsumi und meine jap. Mutter Tokiko Murakami (1.v.l.). Am nächsten Tag standen wir dann gemeinsam auf der Bühne, mit Miss Japan 2018, und später haben wir darauf eine Flasche „Izutsu“ miteinander geleert, die Zeit vergessen.

新聞記事
Suidô Sangyyô Shimbun Zeitung der jap. Wasserwirtschaft) 8.11.2018

Inzwischen ist das Event geschafft. Hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung mit 5000 Manholern, bei der neben einer halbtätigen Show auch alle mögliche Arten von kommerziellen Artikeln verkauft und die neuesten „Manhoru“ vorgestellt wurden, mit Manhoru Cards und Ansteckern. Wer wollte, konnte an einer Art Gullydeckel-Geosearching teilnehmen. Wer alle Straßendeckel mit den Anime-Motiven von Matsumoto Reiji gefunden und fotografiert hatte (GPS überwache, dass niemand schummelt), bekam ein Geschenk. Das Interesse an Straßendeckeln hat sich seit dem letzten 7. Summit in Kurashiki nahezu verdoppelt, während das Thema bei uns noch nahezu im Dornröschenschlaf verharrt.
In Kitakyushu hat man es sogar geschafft, eine selbst für Kinder interessante und nachvollziehbare Ausstellung zum Thema Kanalisation einzurichten.


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