Mori-Ôgai-Gedenkstätte Berlin / ベルリン森鷗外記念館・ベアーテ・ヴォンデ

Ein Paradies der Kinder – Der westliche Blick auf Kindheit in Japan um 1900

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Ein Paradies der Kinder
Der westliche Blick auf Kindheit in Japan um 1900

28. April 2016 bis 28. April 2017

»Fast jeder Reisende hat das Wort des englischen Gesandten Alcock wiederholt, dass Japan das Paradies der Kinder sei, und mit Recht.« So äußerte sich (Mori Ôgais Lehrer) Erwin Baelz, der als Professor der Medizin in Tokyo wirkte, im Jahr 1894 über den Umgang mit Kindern in Japan. Zahlreiche Zeitgenossen bestätigten seine Beobachtungen, und ihre Einschätzungen wurden zu einem festen Bestandteil der Japanliteratur um die Jahrhundertwende.
Die Ausstellung arbeitet heraus, wie sich der Topos des »Kinderparadieses« in Bild und Schrift etablierte. So findet sich auf der Suche nach den Spuren, die junge Menschen in den Zeugnissen Japanreisender hinterlassen haben, reiches Material. Photographien, Zeichnungen und Landesbeschreibungen veranschaulichen, dass nicht zuletzt die liebevollen Beziehungen zwischen Aufwachsenden und Erwachsenen ein Gegenstand westlicher Faszination waren. Die Exponate gehen indessen über ein idealisierendes Bild hinaus und ermöglichen Einblicke in weniger idyllische Aspekte japanischer Kindheit während des Übergangs in die Moderne.
Im Rahmen der Vorlesungsreihe im Sommersemester 2016 und im Wintersemester 2016/17 nehmen Referent/innen Objekte der Ausstellung als Ausgangspunkt, um Lebenserfahrungen japanischer Kinder und Jugendlicher in der Meiji-Zeit (1868–1912) zu ergründen.
Das Programm der Vorlesung findet sich unter: https://u.hu-berlin.de/ogai-aktuelles
Ein reich bebilderter Katalog erscheint beim EB-Verlag Dr. Brandt.

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Eröffnung am 28. April 2016

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